Steuern bei Affiliates

Wenn du als Affiliate Geld verdienen möchtest, musst du dich leider auch mit dem Thema „Steuern“ befassen.

In diesem Blogartikel gebe ich dir einen Überblick, was du genau beachten solltest.

Hinweis:
Dies ist keine Rechtsberatung. Die folgenden Tipps und Ausführungen entstammen meiner persönlichen Erfahrung. Wenn du konkrete Fragen hast oder noch Unklarheiten bestehen, wende dich bitte an einen Experten (Buchhalter, Steuerberater, Finanzamt).

Für Beginner im Affiliate Marketing ist das Thema Steuern meistens nicht grade auf Platz 1 der To-Do-Liste. Das kann ich persönlich gut verstehen, bei mir war es nicht anders. Es ist aber leider doch viel wichtiger als die meisten Einsteiger denken.

Denn wenn du in deine eigenen Websites, Social Media Profile usw. regelmäßig Affiliate-Links, -Widgets, -Banner oder ähnliche Werbung einbaust, verfolgst du damit eine Gewinnerzielungsabsicht.

Die Kennzeichen einer Gewinnerzielungsabsicht sind:

  • Selbständigkeit (Handeln auf eigene Rechnung & Gefahr)
  • Nachhaltigkeit (Wiederholungsabsicht)
  • Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr

Es ist allerdings leider so, dass du bereits eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgst, sobald du einen der o.g. Voraussetzungen erfüllst. Wenn du als Affiliate arbeiten möchtest, ist dies normalerweise der Fall. Demnach musst du dich (leider) in jedem Fall mit den nachfolgend beschriebenen Steuerarten beschäftigen.

Ein Gewerbe musst du leider ebenfalls anmelden. Dies gilt auch, wenn du noch keine Einnahmen erzielst. Ich habe schon von Bekannten gehört, dass diese erst nach einiger Zeit, als auch regelmäßige Gewinne erwirtschaftet wurden, ein Gewerbe rückwirkend angemeldet haben.

Da musst du aber sehr viel Glück haben und kannst im Zweifel richtig Schwierigkeiten bekommen. Denn alleine die Absicht, Gewinne zu erzielen reicht aus um steuerpflichtig zu sein. Ganz egal, wie ob bzw. wie viel du tatsächlich verdienst.

Gewerbesteuer

Dass du ein Gewerbe anmelden musst heißt nicht gleich, dass du auch Gewerbestueer zahlen musst. Denn erst ab 24.500 Euro Gewinn pro Jahr bist du Gewerbesteuerpflichtig.

Die Steuer zahlst du an die jeweilige Gemeinde, in der du wohnst, diese legt auch den Hebesatz fest. Wenn du Affiliate Marketing als Nebenjob betreibst bzw. noch am Anfang stehst, wirst du diese Grenze höchstwahrscheinlich sowieso erstmal nicht erreichen.

Die Gewerbesteuer kannst du also in den meisten Fällen erstmal „vernachlässigen“.

Einkommensteuer

Auf dein Affiliate Marketing Einkommen können Steuern anfallen. In deiner Steuererklärung musst du dein Affiliate-Einkommen in Anlage G als „Einkünfte aus Gewerbebetrieb“ angeben.

Deine Ausgaben darfst du aber ebenfalls angeben und gegen die Einnahmen rechnen, was deinen Gewinn natürlich senkt. Wenn du mehr Kosten als Einnahmen hast, kann das zu einer Steuerersparnis führen. Dies geht allerdings nicht auf Dauer, da sonst Steuerbetrug erfolgen könnte. Aber grade für deinen Start im Affiliate-Business ist dies eine sehr angenehme Regelung.

Wenn du weißt wie, kannst du ganz schön Steuern sparen!

Auch wenn du eine Steuererklärung machen muss, heißt das noch lange nicht, dass du auch Einkommensteuer zahlen musst. Es gibt nämlich einen Steuerfreibetrag (Grundfreibetrag) von 8.820 Euro (aktuell in 2020). Nur das darübergehende Einkommen musst du versteuern.

Wenn du mit deinen nebenberuflichen Tätigkeiten weniger als 410 Euro pro Jahr verdienst, musst du dafür gar keine Steuererklärung abgeben.

Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer muss regelmäßig abgeführt werden. Wie oft du die Umsatzsteuervoranmeldung aufüllen musst, legt das Finanzamt fest. Die Häufigkeit hängt von deinen Umsätzen ab.

Auch hier kannst du wieder deine eigenen Ausgaben, bzw. die darauf gezahlte Umsatzsteuer, gegen rechnen.

Denn bei geringen Einnahmen und fehlenden Ausgaben bist du von der Umsatzsteuerzahlung befreit. Du kannst dir diese auf der anderen Seite bei anfallenden Ausgaben auch nicht zurückholen.

Die Kleinunternehmerregelung ist bis zu einem Jahresumsatz von 22.000 Euro im vergangenen und 50.000 Euro im aktuellen Jahr möglich (Stand 2020).

Außerdem musst du eine Zusammenfassende Meldung (ZM) an das Bundeszentralamt für Steuern übermitteln, falls du Einnahmen außerhalb Deutschlands und innerhalb der EU erzielst (z.B. ausländische Partnerprogramme).

Brauche ich als Affiliate einen Steuerberater?

Diese Frage lässt sich nicht ohne weiteres mit „ja“ oder „nein“ beantworten. Ich persönlich habe einen Steuerberater und bin darüber sehr froh, da ich durch ihn viel Geld und Zeit spare! Grade zu Beginn hat er mir alles erklärt und ich hatte keine Unsicherheiten, dass ich etwas vergessen habe.

Auf der anderen Seite brauchst du grade zu Beginn nicht unbedingt einen Steuerberater, mit etwas Zeitaufwand kannst du dir das Wichtigste ebenfalls selber aneignen. Desto mehr du verdienst, desto ratsamer ist es aber wohl auch, einen Steuerberater einzubinden.

Ein Steuerberater erleichtert dir die Arbeit & spart im Endeffekt Zeit & Geld!

Nach dem ersten Termin hat dieser deine Daten eingespeist und die Steuererklärung geht dadurch immer recht schnell. Informiere dich am besten direkt zu Beginn, ob du bei dem jeweiligen Berater für jede Leistung zahlen musst.

Bei mir gehört es z.B. zum Service, dass mir bei bestimmte kleineren Meldungen oder Fragen, kostenlos geholfen wird. Das ist im Zweifel sehr angenehm, weil ich nicht ewig selber nach einer Lösung suchen muss, sondern nur einen Anruf tätigen oder einen Termin vereinbaren kann.

Rechnung mit Handy scannen & direkt hochladen, aus E-Mail importieren u.V.m. möglich!

Fazit

Das Thema Steuern ist für dich als Affiliate auf jeden Fall sehr wichtig und du solltest es nicht unterschätzen. Im Zweifel drohen hohe Strafen, demnach hol dir bei Unklarheiten unbedingt Rat bei einem Experten.


Kommst du mit dem Steuer-Thema gut alleine klar oder hast du Hilfe von Experten? Schreib deine Erfahrungen gerne in die Kommentare!

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